Bibelausstellung vom Papyrus zur CD-ROM - es war einmal:

 

Eine facettenreiche Ausstellung

Beeindruckende Faksimileausgaben der Gutenbergbibel von 1454 und der zweibändigen Lutherbibel von 1534, eine Nachbildung der handgeschriebenen Wenzelsbibel von 1398, zwei Bibeln aus Nürnberg aus den Jahren 1691 und 1725 sowie zahlreiche moderne Bibeln wie eine Karikaturenbibel und Auszüge der Bibel im Stil der Boulevard-Presse lagen zum Blättern und Stöbern bereit.

So facettenreich die Bibel als Buch ist, so unterschiedlich waren die Exponate der Ausstellung. Vom kleinsten gedruckten und in Leder handgebundenen Buch der Welt mit dem Vaterunser in sieben Sprachen – kleiner als ein gewöhnlicher Hemdknopf – über einen der ersten Bibelcomputer, signiert vom bekannten Pfarrer und Buchautor Werner Tiki Küstenmacher, bis hin zur Bibel auf CD bzw. DVD war alles zu finden.

Entdecken. Verstehen. Erleben.

Unter dem Motto „Entdecken. Verstehen. Erleben“ wurden in der Ausstellung auf anschauliche Weise die Entstehung der Schrift anhand der Bibel und die einzelnen Entwicklungsschritte der Bibel ansprechend dargestellt. So wurden die Besucher mitgenommen auf die Reise in die Vergangenheit, die bei Papyrus, Pergamentstücken, Wachstafeln, Nachbildungen von archäologischen Fundstücken, Siegelsteinen (Skarabäen), Öllampen und Nachbildungen von Schriftstücken in Keilschrift und Tongefäßen aus der biblischen Zeit begann. Dann führte der Weg vorbei an Faksimileausgaben von handgeschriebenen Bibeln bzw. Bibelseiten und machte Station bei Gutenbergs Druckkunst mit einer Druckerzeile für die beweglichen Lettern. Die Reise ging weiter zur Wartburg und die Besucher konnten hier eine limitierte Nachbildung von Luthers Tintenfass und eine Kopie seiner Handschrift zum Psalm 23 bewundern.
Eine weitere Station bildeten zahlreiche Bibelausgaben mit Bildern verschiedener Künstler und auch die kleinste Bibel der Welt, das kleinste gedruckte Buch der Welt sowie russische „kochfeste“ Evangelien luden zu einem kleinen Zwischenstopp ein.
Die Reise endete bei den neuen Medien mit Hörbibeln, biblischen Videofilmen und Computerbibeln. Neben den digitalen Bibelausgaben warteten auch Multimedia-Anwendungen sowie Bibelquizze und -spiele auf Jung und Alt.

Die Bibel greifbar machen

Wie bereits das Motto der Ausstellung „Entdecken. Verstehen. Erleben“ andeutet, stand in dieser Ausstellung das persönliche Erleben im Vordergrund. Deshalb wurde größtenteils auf Glasvitrinen verzichtet, sodass viele Gegenstände ganz aus der Nähe betrachtet werden konnten. Und wie das nun in einer Bibliothek so üblich ist, so lud auch die Bibel-o-thek zum Blättern und Stöbern in den verschiedenen Bibelausgaben und biblischen Büchern ein.
Auch die Kleinsten kamen nicht zu kurz, so konnten sie zerbrochene Tongefäße zusammensetzen, mit der Arche Noah von Playmobil spielen oder auch mit der Computermaus die Bibel erkunden.